Wer datete Glykera?
Glykera
Glykera war eine berühmte aus Athen stammende Hetäre der zweiten Hälfte des 4. Jahrhunderts v. Chr.
Nach dem Tod der Pythionike (zwischen 329 v. Chr. und 324 v. Chr.) holte sie Harpalos, der von Alexander dem Großen eingesetzte Verwalter Babylons, nach Tarsos. Hier hielt er Glykera auf Kosten des Staatsschatzes aus. Er ordnete für sie königliche Ehren an, was zu Spott und Unmut bei den Griechen führte. Durch ihre Vermittlung schickte Harpalos Getreide nach Athen, was ihm im Gegenzug das athenische Bürgerrecht einbrachte. Glykera begleitete Harpalos bei dessen Flucht vor dem aus Indien zurückkehrenden Alexander nach Athen. Dort blieb sie, auch nachdem Harpalos die Stadt wieder verlassen musste, und wurde angeblich die Geliebte des Dichters Menander.
Der ansonsten unbekannte Bildhauer Herodotos soll eine Statue von ihr geschaffen haben.
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Harpalos (altgriechisch Ἅρπαλος Hárpalos; † 323 v. Chr.) war Schatzmeister Alexanders des Großen während dessen Feldzugs gegen das Achämenidenreich.
Der Makedone Harpalos, Sohn des Machatas und Bruder des Philippos, stand bereits in gutem Kontakt mit Alexanders Vater Philipp II. Er war auch ein Jugendfreund Alexanders, 336 v. Chr. ging er im Zuge der „Pixodaros-Affäre“ mit ihm ins Exil und begleitete ihn auf dem Alexanderzug. Aus einem unbekannten Grund setzte er sich dennoch 333 v. Chr. mit einer aus dem königlichen Schatz gestohlenen Geldsumme aus Kleinasien nach Megara ab, wurde aber von Alexander begnadigt und nach der Schlacht von Gaugamela sogar zum Verwalter des Kronschatzes in Ekbatana ernannt, während Alexander den persischen Großkönig Dareios III. verfolgte. Harpalos war auch für die weitere Versorgung der Truppen verantwortlich.
Während des Indienfeldzugs Alexanders hatte Harpalos sich jedoch zu viele Freiheiten erlaubt. Er hatte große Mengen an Geld verschwendet, in Babylon ein ausschweifendes Leben geführt und sich die athenische Hetäre Pythionike zur Geliebten genommen. Nach ihrem Tod ließ Harpalos sie zur Göttin erheben und kultisch verehren. Bei Alexanders Rückkehr (324 v. Chr.) floh Harpalos, der diesmal eine Bestrafung befürchtete, mit 5000 Talenten Silber und 6000 griechischen Söldnern nach Athen, wo er sich durch Bestechung und großartige Freigebigkeit gegen das Volk das Ehrenbürgerrecht erwarb.
Trotz der Untreue des Harpalos soll Alexander den Verlust seines Freundes bedauert haben. Von Athen wurde die Auslieferung des Flüchtigen gefordert. Harpalos wurde schließlich festgesetzt, konnte aber entkommen. Er begab sich nun nach Kreta, wo er vom spartanischen Söldnerführer Thibron erschlagen wurde. In Athen wurden mehrere der angesehensten Männer, darunter Demosthenes, der Bestechung durch Harpalos beschuldigt. Drei von Deinarchos für diesen Harpalos-Prozess geschriebene Reden sind überliefert. Demosthenes und einige andere wurden auch tatsächlich verurteilt.
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Menander
Menandros (griechisch Μενανδρος, lateinisch und deutsch Menander) bezeichnet:
- Menander, einen griechischen (Komödien-)Dichter
- Menandros (Stratege), einen athenischen Heerführer im Peloponnesischen Krieg
- Menandros (Diadoche), einen Statthalter Lydiens und Gefährten Alexanders des Großen
- Menander von Ephesos, einen Geschichtsschreiber aus Ephesos
- Menandros (König) (Minadra oder Milinda), einen indo-griechischen König
- Die Fragen des Königs Menandros (Milindapañhā), buddhistischer Text des 4.–5. Jahrhunderts, siehe Milindapanha
- Menandros (Gnostiker), Schüler und Nachfolger von Simon Magus
- Marcus Claudius Menander, römischer Offizier (Kaiserzeit)
- Marcus Livius Menander, römischer Goldschmied (Kaiserzeit)
- Menander Protektor, einen spätantiken griechischen Historiker
- Menander Rhetor, einen spätantiken griechischen Redner
- Arrius Menander, einen römischen Juristen des 3. Jahrhunderts
Siehe auch:
- Haus des Menander, Stadthaus in Pompeji
- Menander und Glycerion, Roman von Christoph Martin Wieland
- Menandros & Thaïs, Film (CZ/AT 2016)